HOME HAFTUNG INFO BAUMKATASTER KATASTER OBERFLÄCHE DOWNLOAD's FACHGUTACHTEN BAUMWERT BAUMSCHUTZ
 
DER WERT EINES BAUMES
    Wertermittlung  
von Gehölzen / Pflanzen und Gestaltungsgrün  im Schadensfall
    Anfahrschaden    
 

Der Sachverständiger ermittelt den Wert eines Baumes, der als unselbständiger Bestandteil des Grundstückes ist.

ABGB § 295

ABGB §259. Gras,,Bäume, Stauden,Früchte und alle brauchbaren Dinge, welche die Erde auf ihrer Oberfläche hervorbringt, bleiben so lange ein unbewegliches Vermögen, als sie nicht vom Grund und Boden abgesondert worden sind. Selbst die Fische in einem Teich und das Wild im Walde werden dann ein bewegliches Gut, wenn im Teich gefischt, und das Wild gefangen oder erlegt worden ist.Bäume müssen also rechtlich behandelt werden wie das Grundstück auf dem sie stocken.Wird der Baum beschädigt, wird auch die Liegenschaft im Wert gemindert. Der Baum ist also ein weiterbildender Faktor des   Grundstückes, auf dem er wächst.

Er beeinflusst dessen Verkehr-und Nutzungswert.

Werden Bäume zerstört oder beschädigt, so wird in die Substanz des Grundstücks eingegriffen.

Das Österreichische Recht (ABGB §1323) steht auf dem Standpunkt, dass der Ersatz eines Schadens grundsätzlich in  Natur  zu erfolgen hat.

§ 1323. Um  Ersatz eines verursachten Schadens zu leisten, muss alles in den vorherigen Stand zurückversetzt, oder wen "dieses nicht tunlich ist", der Schätzungswert vergütet werden. Betrifft der Ersatz nur den erlittenen Schaden, so wird er eigentlich eine Schadloshaltung; sofern er sich aber auch auf den entgangenen Gewinn und die Tilgung der verursachten Beleidigung erstreckt, volle Genugtuung genannt.

Naturherstellung ,d.h. Herstellung durch ein gleich großes Gehölze ist in den Fällen ausgeschlossen, in denen sie untunlich oder unverhältnismäßig ist.

Das ist z.B. bei größeren oder älteren Bäumen der Fall. In Fällen, wo eine Naturalherstellung nicht möglich bzw. unverhältnismäßig ist, ist von einer Teilwiederherstellung auszugehen und der Vergütung des Restes mit dem Schätzwert.

Siehe dazu bei Klang Anm. 1.2 zu § 1323

 

 

 

 

 

 

 

Ing. Franz Maria Poperl
Langegasse 10/15
A-2540 Bad Vöslau
+43(0) 664 43 04 057
poperl@aon.at

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Beispiel einer Wertminderung durch Baumalter
Es ist zu unterscheiden ob es sich um einen Alten Baum oder um einen beschädigten Baum handelt.
Wann beginnt der Baum zu altern
Bewer hat dazu die Lösung zum Wertabfall formuliert
z.B.
A= Alter - Herstellzeit = 15 Jahre
L= Geamtstandzeit - Herstellzeit
Alter des Baumes 70 Jahre.
Gesamtstandzeit 100 Jahre
L³ x100
=  19,4 %  nach  Bewer Hyperformel


Erklärung der Wertberechnung

Aufbauschema der Wertberechnung

BSp. Totalschaden

Bsp. Teilschaden

nach oben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DIE BAUMENTWICKLUNG

  • Der Jungbaum

Genetisch ist der Baum für den Bestand im Wald ausgelegt

  • Der Erwachsene Baum

Der Baum verliert zunehmend den Schutz seiner Umgebung, muss auf eigene Beine stehen.

Das Höhenwachstum wird deutlich reduziert. Wachstum in die Breite beginnt, sowohl beim Stamm als auch im Habitus

  • Der alte Baum

Jeder Organismus unterliegt einer Alterung, die genauen Mechanismen sind noch nicht bekannt. Jedenfalls geht die Regenerationsfähigkeit der Zellen verloren, die einzelnen Funktionen werden nicht mehr so gut erfüllt

  • Der greise Baum

Irgendwann ist der Verlust an Holzmaße größer als der Baum nachproduzieren kann, er kann auch den Energieverbrauch nicht unter Kontrolle bringen

 

Auch eine wichtige Funkton des Baumes